Neuigkeiten

Neue online-Behandlungsmethode bei Psychose
Psychologische Maßnahmen werden Menschen mit Psychosen oft nicht angeboten, obwohl viele Betroffene einen entsprechenden Behandlungswunsch haben und auch die Wirksamkeit entsprechender Maßnahmen belegt ist. Um diese Versorgungslücke zu verringern, haben wie ein umfassendes psychologisches Online-Selbsthilfe-Programm entwickelt, welches das Wohlbefinden bei Menschn mit Psychose verbesern soll. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung mit der Universität Bern (www.evibas.de) möchten wir Betroffene einladen, an einer Online-Behandlungsstudie teilzunehmen, deren Ziel es ist, den positiven Effekt dieser psychologischen Maßnahmen für Menschen mit Psychose nachzuweisen. Die Studie ist anonym und erfolgt über das Internet bzw. von zu Hause. Zur Eingangsbefragung gelangt man hier: http://ww3.unipark.de/uc/evibas_pre/
 
Aktuelle Mata-Analyse
Eine aktuelle Meta-Analyse, welche signifikante Effekte für unser Metakognitives Training für Psychose (MKT) gegenüber Kontrollbedingungen für Wahn und Positivsymptomatik findet, können Sie hier beziehen.

Profil

Unsere Arbeitsgruppe (Leiter: Prof. Dr. Steffen Moritz, Gründungsmitglieder: Prof. Burghard Andresen & Prof. Reinhard Maß) beschäftigt sich neben der Durchführung von Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen vor allem mit der Erforschung (meta)kognitiver Defizite, die bei psychiatrischen Störungen vorliegen können.

 

 

Forschung

Wir forschen zu einer Reihe psychiatrischer Krankheitsbilder, u.a. Schizophrenie, Zwangsstörung, Depression und Borderline-Persönlichkeitsstörung in Kooperation mit Kollegen aus dem Hause sowie weiterer nationaler und internationaler wissenschaftlicher Einrichtungen. Die Studien werden durch öffentliche sowie private Forschungsgelder finanziert. Hierbei werden neben etablierten neuropsychologischen Verfahren und Fragebogentests auch eigene experimentell-kognitive Paradigmen vorgegeben. Wir leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung von Onlineinterventionen und Methoden von Onlinestudien. Unsere Arbeiten wurden in Artikeln u.a. in The Journal of the American Medical Association, Behaviour Research and Therapy, Schizophrenia Bulletin und Epilepsia veröffentlicht. Unsere gegenwärtigen Forschungsprojekte sind auf den weiteren Seiten beschrieben. Über Rückfragen und Anregungen freuen wir uns jederzeit!

Therapie kognitiver Störungen                                     

Seit Anfang 2005 führen wir ein selbst entwickeltes Trainingsprogramm durch, welches darauf abzielt, metakognitive Fähigkeiten (d.h. das Denken über das Denken) bei schizophrenen Patienten zu verbessern (Metakognitives Trainingsprogramm, MKT). Das MKT wurde auch für weitere Störungsbilder spezifisch angepasst und weiterentwickelt (Borderline-Persönlichkeitsstörung und Depression) und wird jeweils im Gruppensetting angeboten. Außerdem liegen ein Manual für die individuelle Behandlung im Einzelsetting bei Patienten mit Schizophrenie (MKT+) und ein Selbsthilfemanual für Patienten mit Zwangsstörung (myMKT) vor. Sämtliche Interventionen werden derzeit im Rahmen mehrerer Projekte auf ihre Akzeptanz, Umsetzbarkeit und Wirksamkeit untersucht. Des Weiteren haben wir u.a. eine neue Technik zur Reduktion von Zwangsgedanken entwickelt und in einer Pilotstudie erfolgreich erprobt (Assoziationsspaltung). Kognitives Gehirntraining wird zur neurokognitiven Rehabilitation angewandt. Die genannten Therapieverfahren finden Sie unter den weiteren Menüpunkten.

Diagnostik

Für die neuropsychologische und psychometrische Untersuchung und Begutachtung unserer PatientInnen kommen normierte Verfahren der Neuropsychologie zur Anwendung. Häufig an uns gerichtete Fragestellungen sind:

  • Diagnosesicherung, z.B. bei Fragen nach Demenz (v.a. Differentialdiagnose zu Depression), amnestischem Syndrom (im Rahmen von Substanzabhängigkeit) oder Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
  • Objektivierung subjektiv wahrgenommener kognitiver Defizite
  • Intelligenzdiagnostik (u.a. bei Verdacht auf Minderbegabung/ F70)
  • Fahrtauglichkeitsdiagnostik
  • Beurteilung der aktuellen Ausbildungs-, Arbeits- oder Studierfähigkeit
  • Objektivierung medikamentös induzierter neuropsychologischer Dysfunktionen

Mögliche Einflussfaktoren neuropsychologischer Dysfunktionen wie Psychopathologie und Medikation werden für die anschließende Befunderstellung sorgfältig berücksichtigt. Jedes Jahr werden ungefähr 350 Anmeldungen aus den verschiedenen Stationen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie von uns bearbeitet.

Praktikumsmöglichkeiten & Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten

Wir vergeben regelmäßig Praktikumsplätze an Studierende der Psychologie. Sie haben die Möglichkeit, nach einer intensiven Einarbeitungsphase selbständig neuropsychologische Untersuchungen durchzuführen und die Ergebnisse als Befund zusammenzustellen und zu interpretieren. Hierbei werden Sie durch erfahrene Diagnostiker angeleitet, unterstützt und supervidiert. PraktikantInnen haben bei uns außerdem die Möglichkeit, unter Anleitung das Gruppen-MKT für schizophrene Patienten durchzuführen, sodass sie auch erste therapeutische Erfahrungen machen können. Zudem erhalten Sie Einblicke in diverse Forschungsprojekte unserer Arbeitsgruppe. Für ein Praktikum sollten Sie mindestens vier Monate lang an 3-4 Tagen in der Woche zur Verfügung stehen. Im Rahmen von Studien bieten wir auch Bachelor-, Master- sowie Doktorarbeiten an.

Bitte bewerben Sie sich per E-Mail bei Steffen Moritz (moritz@uke.de) mit relevanten Unterlagen (z.B. Zeugnisse). Senden Sie uns bitte keine Bewerbungen per Post zu!

Wir haben erst ab März 2018 wieder Praktikumsplätze frei!

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